Mythen der Alpen: Perchten, Klausen, Krampusse – modernes Brauchtum und die Wilde Jagd

von Uwe Ehrenhöfer

Toaset wie dös wildescht Meer,
röahret vürse, hindre!
S ischt im Gai huit s Müetes Heer
ka kui Rüeh it finde!

(nach Toni Gaßner-Wechs 1939)

Übersetzung aus dem Allgäuer Dialekt:
Toset wie das wilde Meer, röhrt von vorne und hinten.
Es ist im Land heut’ Wotans Heer, kann keine Ruhe finden.

Historischer Perchtenlauf
Historischer Perchtenlauf. Darstellung aus dem 19. Jahrhundert.

Erlebnisse eines Winters

Schladming / Österreich, am 27.11.2010:

Der Innenort dieses hauptsächlich vom Wintertourismus und der Nähe zum Dachsteinmassiv lebenden Örtchens kann in einem zehnminütigen Spaziergang durchschritten werden, der bei der örtlichen Brauerei beginnt und an den Bergbahnen und der „Tenne“ endet, einem fürchterlichen Restaurations- und Diskobunker im Pseudoalpinen Stil. Ab 18 Uhr an diesem Abend finden sich allmählich 40.000 Besucher ein und sammeln sich um die Hauptstraße, die durch metallene Absperrgitter gesichert ist. Der Innenort ist abgedunkelt, als sich zum Klang von hämmerndem Metal um 20 Uhr eine erste Gruppe wahrhaft „höllisch“ anmutender, in dunkles Fell gekleideter Gestalten durch die Umzugsgasse zu bewegen beginnt. In ihrem Schlepptau führen sie eiserne Karren mit gusseisernen Kesseln und darin flackerndem Feuer mit sich, ihre Masken sind wüste, aus Holz geschnitzte Fratzen mit großen, minotaurisch anmutenden Hörnern – und das ist nur der Anfang eines insgesamt tausend Larven zählenden Aufzuges aus wilden, dämonischen Gestalten, die teilweise auf bocksfußartigen Stelzen laufen und von denen die größten mit Hörnern deutlich über drei Meter hoch aufragen. Wenn einer aus dem Publikum unverschämt wird, dann springen die Krampusse drohend gegen das Geländer, und besonders ungebührliches Verhalten wird mit Schlägen von Weidenruten oder mit aus Tierschwänzen bestehenden Peitschen gestraft. Eine folgende Gruppe trägt silberne Menschengesichter, ist aber sonst ganz in Felllumpen gekleidet, einige tragen metallene Körbe am Rücken, in denen glimmendes Holz vor sich hin raucht, das die gesamte Promenade in einen grauen Nebel hüllt und alles mit seinem durchdringenden Geruch erfüllt. Holzgeschnitzte Teufelsfratzen mit bizarr verdrehten Mäulern und Augen tauchen aus der Dunkelheit auf, untermalt vom scheppernden Klang von Kuh- und Zugschellen in einem seltsamen, durch eine spezielle Laufweise bestimmten Rhythmus. Dazwischen tauchen vereinzelt Figuren im Ornat des katholischen Heiligen Sankt Nikolaus auf, der teils von einem sennenartigen, wilden Männlein mit Stab, Kiepe und Tannenzweigen begleitet wird, teils auch von weißen und schwarzen „Engeln“. Dann werden plötzlich mehrere Rauchbomben geworfen, aus denen dichter Qualm aufsteigt, der die ganze Hauptstraße vernebelt, und aus diesem weißen Rauch tauchen in weißes Fell gekleidete, gehörnte Figuren auf, deren geschnitzte Gesichter bärtige Männer darstellen. Zu ihrem tänzelnden Schritt tragen sie rot flammende Magnesiumfackeln, was alles in ein unwirkliches, rotorangenes Licht taucht. Dazu der typische Klang aus Rufhörnern …

Mehrere Gruppen später kann ich, der ich mich als Ordner und Fotograf frei im Gelände bewegen darf, nur noch im letzten Moment auf die Seite springen, als die „Ötztaler Fuirtuifl“ mit mehreren Petroleumspuren die gesamte Hauptstraße in ein Flammenmeer verwandeln, und wilde, mit Holzmasken geschmückte Krampusse durch diese Flammenwand hindurchstapfen, sodass das Fell an ihren Füssen zum Teil in Flammen aufgeht.

Perchtenmaske

Nachdem sich das aufgeregte Publikum wieder beruhigt hat, taucht eine riesige Gestalt aus den Rauchschwaden auf, die das hölzerne Gesicht eines alten, bärtigen Mannes trägt, und die von oben bis unten in Tannenreisig gewandet ist. Auf dem Kopf trägt sie einen Hut aus Moos mit einem ausgestopften Marder und in der Hand hält sie einen langen Stab, der von einem präparierten Habicht mit weit ausgespreizten Flügeln gekrönt wird.

Als letzte Gruppe des drei Stunden dauernden Aufzuges treten schließlich unsere Allgäuer Klausen aus Sonthofen auf: Vorneweg tanzen die weiblichen „Bärbele“, Wildweiblein mit Masken aus Moos, Tannenzapfen, Reisig und Pilzen, dann folgen die in Tierfelle gekleideten und mit Hörnern verzierten Klausen, die mit ihren Zugschellen und Kuhglocken einen wahrhaft ohrenbetäubenden Lärm veranstalten.

Eine Woche vorher, Börwang im Allgäu, ein unter 1000 Seelen zählender Ort nördlich von Kempten:

Es haben sich hier insgesamt 16.000 Menschen versammelt, um einem Perchtenlauf zu Ehren des Jubiläums des örtlichen Klausenvereins zuzuschauen. Gäste aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zeigen die ganze Breite dieses Brauchtums: Da gibt es die schweizerischen Chlausen, die mit ihren geschnitzten, seltsam anmutenden Holzmasken auftauchen und deren Häs (Kleidung) aus Moosen, Flechten und Astwerk bestehen. Dann kommen Perchten in Fell mit langen Bärten, die eher wie das „klassische“ Bild des Knecht Ruprecht oder die „Wilden Männle“ wirken. Es folgen die Norischen Perchten, die wie Teufelsfiguren feuerspuckend die Zuschauerreihen entlangwandern und sich dabei aus Jux noch gegenseitig in Flammen setzen – nur, um kurze Zeit später von Besenschwingenden Hexen wieder mit Reisigbesen ausgeklopft zu werden …

Perchtel
Perchtel

Sonthofen, 5. Dezember 2010:

Um die Innenstadt herum sind eiserne Absperrungen aufgestellt worden, um die sich eine aufgeregt wartende Zuschauermenge drängt. Pünktlich ab halb acht Uhr abends ziehen dann die Goissenschnalzler durch die versammelte Menge und lassen ihre lange Peitschen hoch über die Köpfe der Menschen hinknallen, bis plötzlich mehrere Böllerschüsse ertönen! Die Zuschauer flüchten sich an den Rand der Fußgängerzone, während aus dem Dunkel nun ein schnell anschwellender Lärm aus unzähligen Kuh- und Zugschellen das Kommen der Klausen ankündigt – wilde Fellgestalten sind das, die mit tierartigen Masken und Hörnern aller Art dekoriert sind. Trotz ihrer bis zu 40 kg schweren Gewänder rennen sie in schnellem Lauf herein, und schon jetzt werden einzelne Personen mit Weidenruten traktiert, noch bevor sich alle 180 Klausen in der Mitte des Hauptplatzes versammelt haben und mit ihren Kuhglocken einen Heidenlärm veranstalten. Nach dem „Einschellen“ verteilen sie sich für zwei Stunden im abgesperrten Gelände, und wer in dieser Zeit innerhalb der Absperrungen auch nur irgendwie in den Fokus der Klausen gerät, der wird mit den Weidenruten geschlagen oder durch den Ort gejagt. Die Jugendlichen machen sich einen regelrechten Sport daraus, die Klausen zu ärgern. Danach entscheiden dann Taktik und Geschwindigkeit, und wer von ihnen erwischt wird, der muss leiden: Bis zu 40 Rutenschläge auf einen Erwischten habe ich schon gezählt – der beste Schutz dagegen sind Zeitungen in der Hose und Skihosen. Angesichts solch drohenden Ungemachs entwickeln manche der Verfolgten wahrhaft akrobatische Fähigkeiten – einen habe ich aus dem Stand heraus über ein drei Meter hohes Hoftor springen sehen …

Es trifft wohl zu, was ein dort anwesender Engländer im typischem Understatement seiner Landsleute mir gegenüber meinte: „This tradition is quite different!“

Marius, der derzeitige „Oberklaus“ des Sonthofener Klausenvereins, wird am Ende der zwei Stunden dauernden, für manche auch schmerzhaften Gaudi alleine insgesamt 30 Ruten zerschlagen haben.

Nach den zwei erlaubten Stunden erfolgt dann das „Ausschellen“ am Hauptplatz, bevor alle 180 Klausen, begleitet von Freunden und Freundinnen (sie sollten nicht verheiratet sein!), zum nahegelegenen „Hirsch“ ziehen, wo die Köpfe abgelegt werden und ein großes Trinkgelage quer durch die Sonthofener Lokale beginnt …

Man sollte jetzt aber nicht glauben, dass diese Bräuche in einem rechtsfreien Raum stattfinden, vielmehr achten Polizei und Stadtverwaltung mit Argusaugen darauf, dass gewisse Regeln eingehalten werden: Kleine Kinder, Mütter mit Kindern, Schwangere, gebrechliche Alte und Personen mit Getränken oder Fotoapparaten in der Hand dürfen nicht geschlagen werden, und die Schläge dürfen nur unterhalb der Gürtellinie erfolgen. Bevor dieser Brauch durch einen entsprechenden Verein reguliert wurde, kam es häufiger vor, dass auch mit Eisenstangen und Eisenketten auf die Opfer eingeschlagen wurde! Jedes Jahr noch entstehen im Allgäu so Personenschäden durch „wilde“, unorganisierte Klausen.

Wenige Kilometer weiter dann ein ganz anderes Bild: Die Berghofener Klausen sind ein friedlicher Haufen aus einem weißen Oberklaus und dunklen, in Fell gekleideten Klausen, die die Häuser aufsuchen und – nach entsprechender Verpflegung – brav zum nächsten Haus weiterziehen.

Sonthofer Klausen
Sonthofer Klausen – der wurde erwischt.

Was ist nun aber der Ursprung dieses eindrucksvollen Brauchtums?

Um dieser Frage auf den Grund zugehen, blieben mir zwei Ansatzpunkte. Den ersten bietet der Name des germanischen Numens namens Perchta, der sich im Begriff der Perchtenläufe erhalten hat, den zweiten findet man im breiten Feld der Maskenumzüge.

Perchta

Die geographische Verteilung der Perchtensagen ist scharf begrenzt. Sie finden sich in Oberfranken, ziehen sich südlich von Coburg bis etwas südlich von Kitzingen / Unterfranken und südlich der Neckarlinie, finden sich dort im gesamten alemannischen Sprachraum, dem gesamten bayerischen / oberpfälzischen Gebiet und auf dem Gebiet des gesamten deutschsprachigen Alpenraums, einzelne Sagen sind auch aus der westlichen Tschechei und aus dem heutigen Slowenien überliefert. Im gesamten Raum verändert sich die Sprachform dabei nur wenig: Perchta, Bertha, Berte – als kleinräumigere Ausnahmen seien aber beispielhaft die Stampfe/Stempfe in Tirol und die Perchtölterin sowie die Perchtel und die Eisenberta genannt.

Wenn man die entsprechenden Sagen auswertet, finden sich in ihrem Charakter immer wieder die gleichen Motive:

1. Die Perchta hat einen besonderen Bezug zu den Rauhnächten, in denen sie vermehrt auftritt.

2. Sie fährt auf einem Wagen, häufig in Begleitung von verstorbenen Kindern oder von einem Totenheer.

3. Sie belohnt Fleiß und sorgfältiges Wirtschaften, besonders hilfsbereite Menschen entlohnt sie durch Erfolg in der Landwirtschaft, mit Steigerung der Fruchtbarkeit der Felder oder durch besondere Erfolge in der Viehzucht; den ein oder anderen auch mit Holzspänen, die sich zu Hause in Gold verwandeln. Man kann also von einer fruchtbarkeitssteigernden und reichtumsspendenden Wirkung sprechen.

4. Sie kann Höfe und Häuser und deren Einwohner segnen.

5. Sie hat einen besonderen Bezug zu Gewässern.

6. Auffällig ist ein besonderer Bezug zu Eisen: sie hat eine eiserne Nase und hantiert mit eisernen Geräten: Scheren, Pflugscharen, Ketten.

7. Unordnung und Faulheit hasst sie, ebenso die Missachtung des Spinnverbotes in den Rauhnächten oder Verstöße gegen das Festspeisegebot. Ihr zu Ehren galt Brei mit Fisch als Festspeise.

8. Die Strafen können dabei äußerst drastisch ausfallen, so etwa neben dem Verbrennen oder Verderben des gesponnenen Flachs auch das Unfruchtbarmachen der Ernte oder des Viehs.

9. Sie vergibt sogenannte „einjährige“ Strafen: Sie hackt ein Beil in eine Extremität oder blendet die entsprechende Person, macht die Strafe aber ein Jahr später wieder ungeschehen.

10. In ganz schweren Fällen schneidet sie den Bauch des Menschen auf, füllt ihn mit Unrat und verschließt den Bauch wieder, möglicherweise mit eisernen Ketten.

11. Unartige Kinder füttert sie mit eisernen Klößen.

Abgesehen von der Verbindung zum Eisen entsprechen dabei die Sagenmotive denen einer mütterlichen Figur: Sie beschützt die Kinder, sie lohnt Sorgfalt und Fleiß im Haushalt, sie bringt Fruchtbarkeit und achtet auf die Einhaltung der religiösen Regeln. Die Spindel und das Spinnen waren typische Tätigkeiten unter der Aufsicht der Hausherrin.

Percht
Percht

Nebenbei hat sie eine Funktion als Herrin der Toten – sie bewegt sich in Begleitung von verstorbenen Kindern (Heimchen) oder führt ein Totenheer an.

Diese Charakterzüge entsprechen damit der gleichen Figur wie in den mitteldeutschen Sagen von der Holle oder den nördlicheren Figuren der Herke / Erke / Harke sowie der Freke und der Frau Wode / Gode.

Schon Jacob Grimm beschrieb Perchta in seiner Deutschen Mythologie als eine Göttinnenfigur und stellte sie in eine Reihe mit anderen weiblichen Göttinnenfiguren wie Frigg und Freyja, auch mit der Holle. Dabei verwies er auch schon auf die Parallelen der Namensgebung: Frija als die „strahlend Schöne, die Herrin“, von der sich ohne viel Mühe die Freke ableiten lässt, mit Holle, Huldra, „der Strahlenden“ und mit Perchta, von beraht, althochdeutsch für „die Strahlende“. Erika Timm wies auch auf die Parallelen von Herke zu dem Stamm her- wie in Herjan hin: Damit kann nicht nur über Frau Wode / Gode und das Motiv des Totenheeres ein Bezug zu Wodan / Odin geschaffen werden, sondern auch über die Bezeichnung des Wilden Heeres in Frankreich, der mesnie hellequin, was aus mesnie herle cyng, d.h. aus dem „Gefolge des Königs Herle“ abzuleiten sei, worin wiederum der Stamm her- zu finden ist. Ebenso wird auch im angelsächsischen Flur- und Ackersegen die Erdmutter als erce bezeichnet.

Somit kann man also davon ausgehen, dass die zugrundeliegende Figur der Holle, der Perchta und ihrer Abarten auf ein und demselben Numen basieren.

Mit zunehmender zeitlicher Entfernung von der Nationalromantik wurde diesen Figuren in der wissenschaftlichen Rezeption die göttliche Rolle aberkannt, insbesondere auch in Betrachtung der dämonischen, strafenden Komponente. Die Person, die Perchta wieder in der Reihe der göttlichen Figuren einreihte, nämlich Otto Höfler, disqualifizierte sich dagegen durch seine ideologische Nähe zum Nationalsozialismus und seiner Beteiligung am „Ahnenerbe“ der SS.

Tatsächlich ist es aber so, dass die schriftlichen Quellen über Perchta gesichert bis in das 13. Jahrhdt. d. Z. zurückreichen, Quellen aus dem 12. und 11. Jhdt. d. Z. können zumindest als wahrscheinlich relevant eingeordnet werden, womit eine bloße Rolle als „Kinderschreck“ aus dem 15. Jhdt. – wie vielfach postuliert – schon auszuschließen ist.

Erika Timm wies darauf hin, dass die scharfe Dreiteilung der namentlichen Bezeichnungen den Rückschluss zulässt, dass die Namensbezeichnungen noch vor der Zweiten Lautverschiebung entstanden sind und somit älter als das 7. Jhdt. d. Z. sind. Ganz davon abgesehen, dass auch eine keltische Gottheit mit ähnlichen Charaktereigenschaften überliefert ist, nämlich Brixta, oder Brigitta, was ebenfalls mit „strahlend, liebreizend, hell“ zu übersetzen ist und die sogar als Namenspate heutiger geographischer Landmarken gilt: Der Fluss Breisach und die Stadt Bregenz (lat. Brigantium) seien hier als Beispiele genannt.

Es gibt in den vorliegenden Quellen noch weitere Hinweise auf eine göttliche Natur der Perchta. So wurde Perchta von Klaret 1365 als weiblicher Pluto bezeichnet, und Haltaus berichtet 1729, dass der schweizerische Prechttag zu Ehren einer dea precha begangen werde, die den Menschen die Flachsbearbeitung beigebracht habe: Ernte, Fruchtbarkeit und die Verbindung zum Spinnen finden sich hier.

Erika Timm wies darauf hin, dass auch die Benennung der Numina mit dem Titel Frau / fru / frouwe auf eine hohe Stellung dieser Figur hindeutet. Die Bezeichnung Frau war im Mittelalter und der Völkerwanderungszeit – anders als in heutiger Zeit – den Herrinnen, den Herrscherinnen vorbehalten, im Gegensatz zum Weib als Bezeichnung für die einfache Frau. Die Verallgemeinerung der Begriffes Frau kam erst mit der Ausbildung der bürgerlichen Gesellschaft auf.

Auch der Wagen, mit dem Perchta und Holle fahren, ist ein eher feudales Attribut, davon abgesehen spricht Hahn 1896 dem Wagen eine besondere Bedeutung als sakralem Transportmittel zu. In diesem Zusammenhang sei auch an die Nerthusprozession oder an Freyja, die in einem Wagen fährt, erinnert.

Während das bis in das Mittelalter übliche Speiseopfer an Perchta nicht spezifisch für eine Hochgöttin ist, weisen die Bedeutung für die Fruchtbarkeit und die Segenstaten, auch die Strafen für eine Missachtung der Haus- und Festtagsregeln auf ihre göttliche Funktion hin. Das gleiche gilt für ihre Begleitung durch das Totenheer / Wilde Jagd, die sie als Totengöttin charakterisieren, und die Betonung ihrer Funktionen in den Rauhnächten, in denen die Grenzen zwischen der Welt der Menschen und dem Totenreich verschwinden.

Ich möchte dabei auf die Parallele zu Freyja als Herrin von Folkwang hinweisen, was auch Heide Göttner-Abendroth in einer sonst leider wissenschaftlich unsäglichen Publikation bemerkte.

Zusammenfassend ist wohl nachzuvollziehen, dass die Hauptmotive der Perchta identisch sind mit Motiven der zentralen germanischen weiblichen Göttinnenfiguren Frigg/Freyja (über deren Zweiteilung Uneinigkeit besteht) und die sich in den Numina Herke / Wode / Holle und sogar der keltischen Göttin Brixta wiederfinden. Somit stellt sie eine Manifestation der höchsten Mutter-, Haushalts- und Fruchtbarkeitsgöttin dar.

Dabei unterscheidet sich die Perchta jedoch in einem Detail erheblich von den anderen Figuren, nämlich im Motiv des Eisens, dies etwa beim Tragen einer eisernen Nase. Mit dem Eisen sind aber auch grausige Strafen verbunden wie das Aufschneiden des Bauches, das Auffüllen desselben mit Unrat, das Gliederabhacken mit eisernen Beilen und das Füttern unartiger Kinder mit eisernen Klößen. Dies sind Motive, die nicht zu den übrigen Charaktereigenschaften passen. Es finden sich darin aber auffällige Parallelen zu einer keltischen Göttin namens Noreia, die im Gebiet der Provinz Noricum verehrt wurde, dem heutigen östlichen Österreich, d.h. Wiener Wald, Karawanken und Karnische Alpen. Schon zu vorchristlichen Zeiten war dies ein Gebiet, das stark vom Eisenabbau und der Eisenverhüttung lebte. Dazu passt auch, dass die eisentragende Figur einer sogenannten Vasorrú Baba bis nach Ungarn verbreitet war, auch dass der Schnabel- oder Vogelaspekt mit den Salzburger Schnabelperchten, mit den slovenischen Koranti oder der schweizerischen Schnabelgeiß/Schnabelgyri erhalten blieb. Kris Kershaw zieht dabei auch eine Parallele zum Archetyp einer indogermanischen weiblichen Hochgöttin in Vogelgestalt.

Percht
Percht

Zusammenfassend kann man sagen, dass Perchta eine alte, vorchristliche Gottheit darstellt und in ihren Grundeigenschaften der großen germanischen Mutter- und Haushaltsgöttin entspricht, wobei aber wahrscheinlich – ökotypisch – eine Verschmelzung mit der älteren lokalen, keltischen Göttin Noreia und möglicherweise mit Motiven der keltischen Brixta stattgefunden hat. Ich wage also zu behaupten, dass Perchta ein anderer Name für die höchste germanische Göttin ist.

Die Tier- und Maskenumzüge

Das zweite Charaktermerkmal der Perchtenläufe, das ich hier betrachten möchte, ist die Maskierung mit teils tierartig anmutenden Verkleidungen.

Schon zu antiken Zeiten gab es hierbei eine Verbindung zur Winterzeit, der Totenverehrung und – im weiteren Sinne – zu den Rauhnächten: Eines der wichtigsten Feste in Delphi war die alle zwei Jahre zur Zeit der Wintersonnenwende veranstaltete Trieteris, bei der sich die Thyiaden Athens und Delphis zu einer gemeinsamen nächtlichen Feier in den Bergwäldern des Parnass vereinigten. Dieses Fest begann mit Tänzen und mit der Oribasie, dem ausgelassenen Lauf durch das Gebirge in der Nacht und bei Fackelschein. Anschließend verleibten sich die Thyiaden ihren Gott Dionysos durch die Omophagie ein, indem sie das rohe Fleisch eines lebendig gevierteilten Opfers – gewöhnlich einer jungen Ziege – verschlangen. Gleichzeitig brachten die Priester im Tempel dem Dionysos ein geheimes Opfer dar, das vermutlich mit dem Aufstieg des Gottes aus der Unterwelt zusammenhängt.

Ähnlich stellten sich wohl die Umzüge der Hekate in Griechenland oder die römischen Saturnalien dar.

Das Motiv der ekstatischen, maskierten Gruppe, die eine Verbindung zu der Welt der Toten hat und doch fruchtbarkeitsspendend durch die Lande zieht, findet sich auch bei den sogenannten Maruts in Indien wieder, die im Mahabharata erwähnt werden.

Im germanischen Raum selbst verbindet man mit den Rauhnächten, teils auch mit der Fastnachtszeit die Wilde Jagd bzw. das Wilde Heer, Asgardsreia / Oskorei. Tiergestaltige oder dämonische Gestalten ziehen mit dem Wilden Jäger als Anführer durch die Lande. Wer ihnen begegnet, kann sowohl Fruchtbarkeitsspenden und Belohnungen erhalten, er kann aber auch gestraft werden. Der sagenhafte Wilde Jäger ist denn auch mit Bezeichnungen wie in Schweden Oden, in Norddeutschland Wode oder in Süddeutschland Wuotes / Muotes eindeutig als Wodan / Odin zu identifizieren. Selbst im Französischen kann, wie oben erwähnt, mit der mesnie hellequin eine direkte Verbindung zu Herjann / Wodan geschlagen werden.

Geographisch großräumig wird das Wilde Heer aber auch von einer ambivalenten weiblichen Gottheit begleitet: im Norden noch in direkter Verbindung zu Wodan die Frau Wode, oder die Frau Gode, südlicher dann die Frau Herke, Freke, die Holda, die Frau Holle oder die Percht – die als Benennungen der großen germanischen Mutterfigur Frigg/Freyja (wie oben dargestellt) ebenso auch Herrinnen der Toten sind.

Unübersehbar ist die Parallelität zu den antiken Quellen dabei sowohl in den Komponenten des Totenheers, das Wodan als (auch) Totengott anführt, wie auch in der gleichzeitig ekstatischen / schamanistischen Komponente (Geistreise) und der segnenden Funktion. Beeindruckend empfinde ich dabei vor allem auch die Wodan’sche Ikonographie, der sich mit seinen Tieren Pferd, Raben und Wölfe Lebewesen hält, die eine besondere Verbindung zur Welt der Toten haben. Auch die Odinsheiti grimnir und grimr, von „Maske“, zeigen die Verbindung zu dem totemistischen Ritual der Maskierung.

Dabei sollte man aber nicht von einer übersinnlichen Genese der Wilden Jagd ausgehen, eher von einer Art „Prozession“ oder Umzug zu Ehren der Toten und der Götter, analog zu den anderen beschriebenen Umzügen, wobei u.a. an den Umzug der Nerthus auf ihrem Wagen erinnert werden darf. Wie Kris Kershaw darlegte, wurden die toten Seelen bzw. die Geister dabei von den jungen Männern dargestellt, die als unverheiratete Krieger einen besonderen Bezug zur Welt der Toten hatten.

In schamanistischen Gesellschaften gelten Ekstase und Trance als Verbindung zur Anderswelt, zu der Welt der Geister und Ahnen. Insbesondere in Maskierung ist der darstellende Mensch nicht mehr er selbst, die Geister haben von ihm Besitz ergriffen und sprechen und handeln durch ihn.

Waldgeist
Waldgeist

Dabei haben die Geister und Ahnen in den darstellenden Männern nicht nur die Funktion zu segnen, sondern sie fungieren auch als jenseitige „Kontrolleure“: Gehen die Menschen gut mit dem Erbe der Vorfahren um? Wer seinen Hof in Ordnung hält, der wird durch die toten Ahnen gesegnet, wer mit dem Erbe der Väter nicht ordentlich umgeht, wird gestraft. Historische Autoren reden dabei von durchaus wüsten Strafen, bis hin zum Herausreißen der Türen und dem Abdecken des Hausdaches.

Pikant ist dabei, dass somit die zukünftigen Erben in Gestalt ihrer Vorfahren den Zustand ihres eigenen Erbes kontrollieren …

Im weiteren Sinne müssen auch die Umzüge des Karneval in Italien bzw. Frankreich und den westlichen deutschsprachigen Gebieten mit eingerechnet werden, eine geographische Überschneidung findet dabei im alemannischen Raum statt. Sprachlich deutlich wird dies neben dem östlichen Schwarzwald und dem schwäbischen Jura u.a. im tirolerischen Imst, wo die Faschingsmasken auch heute noch als Schemen bezeichnet werden. Der Begriff Schemen ist dabei aus der Überlagerung unterschiedlicher Begriffe entstanden, aus dem griech. schema „Figur“, aus dem griech. skiá „Schatten, Geist“ und aus dem got. skeima „Fackel“: Eine Fackel wirft einen Schatten, ein Schattenbild, eine Geistfigur, die in einer anderen Ebene als die eigentliche Figur existiert, somit auch das Bild eines Wesens der Anderswelt darstellt, des Jenseitigen, der Totenwelt. Auch die Masken des Karneval, der ja durchaus auch (zumindest in Bezug auf den Alkoholkonsum …) als ekstatisch einzuordnen ist, zeigen eine Verbindung zu den Toten, die mittlerweile allerdings stark verblasst ist.

Einen Hinweis auf das hohe Alter und die heidnische Herkunft dieser Maskenumzüge kann man der Tatsache entnehmen, dass die Umzüge in Tiermasken schon 573 d. Z. auf der Kirchensynode von Auxerre von kirchlicher Seite verboten wurden.

Den wahrscheinlich noch viel älteren, indogermanischen Ursprung der Maskenumzüge erkennt man, wenn man die heutige Geographie der winterlichen Maskenumzüge betrachtet. Die traditionellen Umzüge sind mitnichten auf das germanische Siedlungsgebiet beschränkt. Sie finden sich neben den alpinen Maskenumzügen als Oskorei im Skandinavischen Raum, als Ceata in Rumänien, als Koledari in Bulgarien bzw. Koljadanti in der Ukraine bis hin zu den Karkantzeroi in Griechenland.

Sonthofener Klaus
Sonthofener Klaus

Neuere Erwähnungen der Wilden Jagd bzw. des Wilden Heers finden sich dabei ab dem 12. Jhdt d. Z., was beweist, dass durch o.g. kirchliches Verbot dieses alte Brauchtum nicht auszurotten war, wobei man allerdings wohl nicht von einer andauernden Kontinuität dieser Tradition ausgehen darf. Die Lebendigkeit bzw. die immer wieder stattfindende Wiederbelebung dieses heidnischen Toten- und Fruchtbarkeitskultes auch über Jahrhunderte hinweg kann jedoch daran abgelesen werden, dass bereits Mitte des 16. Jhdts. in der „Zimmerischen Chronik“ eine Wilde Jagd beschrieben wurde – also außerhalb von Überlieferungen der Sagenwelt, die zeitlich nicht einzuordnen sind.

Ein deutlicher historischer Verweis auf die Wilde Jagd in Form des Klausentreibens findet sich schließlich aus Füssen:

„Im Hungerjahr 1816 geriet die weltliche Obrigkeit in weitem Umkreis um Schongau samt Gendarmen und Gerichtsdienern in große Aufregung, weil es hieß, dass hungernde Volk wolle einen bald seit Menschengedenken abgeschafften Brauch wieder aufleben lassen und in der Nacht zum St. Nikolaustag einen großen ‚Klausenumzug‘ abhalten. (…) Und es waren recht seltsame Gestalten, keiner so, wie er sich sonst zu kleiden pflegte, sondern jeder, wie es im Bericht des Landrichters heißt, im ‚gewollten und künstlichen Aufzug des Elends‘, die einen als lahme Bettler an Krücken, die andern als Rosenkranzbeladene Pilger, als jammernde Bettelweiber mit Schlapphüten und Gugelhauben, kurzum ein bis dahin nie gesehener Jahrmarkt abenteuerlicher Gestalten …“

Perchten und Klausen können hierbei als Synonyme betrachtet werden: Aus dem Lechtal ist 1812 belegt, dass der Nikolaus auf seinem Umzug vom Wilden Jäger begleitet wurde, der in den alemannischen Sagen (Westtirol, Vorarlberg, Allgäu, Bodenseeregion und Ostschweiz) namentlich als Wuotes oder Wotan bezeichnet wird. Dies darf als Zeichen dafür gelten, dass die christliche Kirche den Brauch offenbar assimiliert hatte, da er ja doch nicht komplett abzuschaffen war. In den im späten 19. Jhdt. aufgeschriebenen Volkssagen wurden daraus schließlich der Gute Klaus und der Böse Klaus, in Folge die Klausen. Die Verbindung zwischen dem Nikolauskult und Perchta zeigt sich auch in der Begleitung des Nikolaus in anderen Gegenden: Knecht Ruprecht, maskulinisiert aus Raue (wilde? böse?) Percht.

Sonthofener Klaus

Komplexer ist demgegenüber die volkskundliche Herleitung der Krampusse. Im Gegensatz zu den eher tierischen oder vegetabilen Klausen und Perchten sind die Krampusse sehr stark dämonisch / teuflisch dargestellt. Interessanterweise finden diese sich dann aber auch eher in den katholischeren Gegenden des östlichen Österreich, während der alemannische Sprachraum stärker auch protestantische Einflüsse aufweist. Im Rahmen der allgemeinen Dämonisierung der winterlichen Maskenumzüge und der Einbindung in christliches Brauchtum scheint hier eine Übertragung auf das katholische / christlich-mystische Teufelsbild stattgefunden zu haben. Der Begriff Krampus wird dabei von ital. cramponi „Klauen“ abgeleitet.

Kritiker weisen dabei aber auch zu Recht darauf hin, dass Krampusse und Perchten nicht als komplett identisches Brauchtum zu werten sind, zumal es geographische Überschneidungen und Differenzen gibt, so gibt es Gegenden, in denen sowohl Krampus-Passen zur Zeit des St. Nikolausfestes als auch Perchten um die Silvesterzeit unterwegs sind. Allerdings weisen auch die Krampusse so viele Eigenschaften der Wilden Jagd auf, dass in meinen Augen hier doch ein direkter Zusammenhang bestehen muss.

Zusammenfassung

Es gibt somit eine große Zahl an nicht abzustreitenden Parallelen zwischen den Klausen / Perchten / Krampussen auf der einen Seite und Perchta sowie dem Motiv des Wilden Heeres auf der anderen Seite. Beide finden in Tiergestalten statt, zumindest in Teilen dürfen die Perchten/Klausen nicht verheiratet sein, beide gelten als segenspendend und gleichzeitig strafend. Die segenspendende Seite ist z.B. bei den Schnabelperchten um Salzburg noch erhalten, wo die Perchten durch die Häuser ziehen und wo bei ordentlich angetroffenen Verhältnissen ein Segen gesprochen wird. Auch die oben beschriebenen friedlichen Berghofener Klausen könnten in diesem Zusammenhang zu sehen sein.

Daher stellen für mich die alpinen Maskenumzüge die Nachfolger heidnischer, mutmaßlich schon indogermanischer winterlicher Fruchtbarkeits-, Totenkult- und Kontrollrituale dar. Sie stehen damit in gleicher Tradition wie die anderen Maskenumzüge der Winter- und Spätwinterzeit.

Dabei ist allerdings der segenspendende Effekt durch die christliche Dämonisierung dieses alten, mutmaßlich indogermanischen Brauchtums in den Hintergrund getreten, in der die Fruchtbarkeitsaspekte auf den christlichen Heiligen Nikolaus übertragen wurde, oder auf die Drei Könige, siehe die Hexe Befana, die den Kindern um den Dreikönigstag (Epiphanias) in Italien die Geschenke bringt und unartige Kinder straft. Im Vordergrund steht heute der dämonische, strafende Aspekt.

Wenn man allerdings die große Anziehungskraft betrachtet, die dieses Brauchtum auch heute noch besitzt, und dies trotz der Gefahr, schmerzhafte Bekanntschaft mit den Maskierten machen zu müssen, so erscheint mir dies doch als ein Zeichen dafür, dass die eigentliche, segnende Bedeutung dieser Umzüge bis in die heutige Zeit noch als eine Art „Archetyp“ im kulturellen Gedächtnis der Menschen erhalten geblieben ist.

Und so möchte ich diesen Artikel mit einer Allgäuer Sage beschließen, in der die nur sehr oberflächliche Christianisierung heidnischer Motive gut festzustellen ist. So finden wir darin das Motiv der Wilden Jagd (wilde Tiere bzw. Winternacht / Rauhnächte) und das Motiv der weiblichen Hochgöttin (Maria entspricht Perchta auf dem Wagen / Schlitten), die die ungeborenen Kinder schützt und Fruchtbarkeit (Frühlingsduft) spendet. Mich erinnert diese Sage an den naiven Synkretismus anderer polytheistischer Religionen, wie etwa Voudoun und Santeria mit dem Katholizismus. Sie ist für mich einen Beleg dafür, dass vielfach nur eine dünne Schicht kulturellen Christentums auf den Kern eines über Jahrtausende gewachsenen indogermanisch/heidnischen Brauchtums aufgetragen wurde.

Ein Ehepaar aus Eschers bat einst um Kindersegen, als es auf dem Weg zur Christmette nach Untrasried war. Schon hörten sie von Ferne das himmlische Geläut, da sprangen ihnen drei kohlpechrabenschwarze Ziegenböcke in den Weg. Vor Schreck hätte die Frau beinahe aufgeschrien, aber der Mann hielt ihr schnell den Mund zu, als sich auch schon drei riesenhafte, schwarze Wildsauen und drei stinkende schwarze Hirsche vor sie hinstellten. In diesem Augenblick aber nahte der Marienschlitten. Himmlische Musik und Frühlingsduft erfüllten jetzt die Luft. Die Gottesmutter neigte sich den beiden freundlich zu und wies dabei mit der Hand auf die pausbäckigen Unschuldsengel hinter dem Thron. Im Nu war alles vorbei. Die Beglückten aber gingen in jener Nacht voll Freude nach Hause. Als sie übers Jahr wieder zur Christmette gingen, standen daheim drei Wiegen in der warmen Stube.

Fuirtuifl
Fuirtuifl

Quellenangaben:

Jan De Vries: Altgermanische Religionsgeschichte Band 1. De Gruyter, Berlin 1970

Herman Endrös und Alfred Weitnauer: Allgäuer Sagen. Franz Brack Verlag, Altusried 2005

Heide Göttner-Abendroth: Frau Holle / Das Feenvolk der Dolomiten. Ulrike Helmer Verlag, Königstein / Taunus 2005.

Migene González-Wippler: Santeria. Faith, Rites, Magic. Llewellyn Pub., St. Paul, Minnesota, USA 1999.

Jacob Grimm: Deutsche Mythologie. Vollständige Ausgabe, marix verlag, Wiesbaden 2007

Dieter Harmening: Superstitio: überlieferungs- und theoriegeschichtliche Untersuchung zur kirchlich-theologischen Aberglaubensliteratur des Mittelalters. Erich Schmidt Verlag, Berlin 1979.

Kris Kershaw: Odin. Der einäugige Gott und die indogermanischen Männerbünde. Arun-Verlag, Uhlstädt-Kirchhasel 2003.

Thomas Niehörster: Das Wilde Heer und die armen Seelen. Mythen und Bräuche im Alpenraum. Ursus Verlag, Bad Hindelang 2009.

Erika Timm: Frau Holle, Frau Percht und verwandte Gestalten. 160 Jahre nach Jacob Grimm aus germanistischer Sicht betrachtet. S. Hirzel Verlag, Stuttgart 2003.

Clemens Zerling und Christian Schweiger: Masken im Alpenraum. Perchten, Tresterer, Wilde Leut’ … Leopold Stocker Verlag, Graz 2005.

Fotos: Uwe Ehrenhöfer

Erschienen 2011 in Herdfeuer 32