Die geheime Weltregierung tagt in Tibet

von Hermann Ritter

Stichworte wie das rassische Wissen aus dem Rückenmark, die Schwarze Sonne, die angebliche Herkunft der Olmeken von den Wikingern, der Gral und seine Bindung an europäische Herrscherhäuser, deutsche Atombomben und Nurflügelbomber haben wieder Hochkonjunktur. Verschwörungstheorien scheinen allgemein der Zeitqualität zu entsprechen.

Die meisten Menschen, die sich mit den genannten esoterischen Themen beschäftigen, führen ihr Leben sehr wohl in Teilen rational und glauben, dass sie einer gewissen Rationalität huldigen; man kann rational sein beim Schuhkauf – aber auf einmal glaubt man an die Verbindung zwischen Außerirdischen und Nazis oder an geheime Atomwaffenprojekte des III. Reichs.

Faustpfand ist und bleibt hier die Aufklärung; der Versuch, rationell mit den Fragen umzugehen, um Antworten zu finden, die aus dem Hirn und nicht dem Bauch gespeist werden. Symbole haben Macht. Mythen wachsen mit der Zeit mit; Begriffe/Symbole als Mythen haben Macht und werden in Besitz genommen, wenn sie nicht besetzt sind. So müssen wir damit leben, dass Begriffe, die wir selbst nicht nutzen, (wieder) an jene fallen, die mit ihnen Missbrauch betreiben. In vielen Fällen werden neue Mythen, neue Symbole erschaffen und durch die Verschwörungsliteratur mit Bedeutung „aufgeladen“. Hier gilt es nicht, eine Rückeroberung der Begrifflichkeiten einzuleiten, sondern darauf hinzuweisen, aus welchen Quellen sich diese nähren.

Eine Eingrenzung des Forschungsfeldes macht bei der Behandlung von Mythen wenig Sinn. Ich behandele Populärkultur, deren Wirkung auf die Gesellschaft schwer zu messen ist. Wegener schreibt hierzu treffend:

Diese angenommene Wirkung ist eine wechselseitige – die Populärkultur beeinflusst die Bevölkerung, die Bevölkerung beeinflusst die Populärkultur, zieht aus ihr wiederum Mythen, adaptiert sie und spiegelt sie wieder in die Populärkultur zurück, die mit Versatzstücken und Anspielungen reagiert. Man muss sich also treiben lassen; sich mit Themen beschäftigen, die normalerweise nicht (wissenschaftlich) respektabel sind. Barkun schreibt in „A Culture of Conspiracy“:

„Die Frage, ob der Inhalt des Buches, das verkauft wurde, oder der Inhalt der Rede, die vorgetragen wurde, aufgenommen wurde und Handlung beeinflusste, wird keine befriedigende Antwort finden.“1

„(…) it makes little sense to exclude ideas from examination merely because they are not considered respectable.“2

Eigenartige Ideen – gerade in esoterisch-faschistischen Mischgebieten (um hier eine längere Beschreibung etwas flapsig zu fassen) – lassen sich nicht mit den üblichen wissenschaftlichen Methoden untersuchen. Barkun spricht in diesem Zusammenhang von „obskuren und kaum sichtbaren Strukturen“, die es zu kartieren gilt:

„Mapping fringe ideas is a difficult undertaking. Familiar intellectual landmarks are unavailable, and the inhabitants of these territories tend to speak languages difficult for outsiders to penetrate. Some of these ideas have begun to filter into mainstream popular culture (…). But their origins lie in obscure and barely visible structures – millenarian religion, occultism and radical politics among them.“3

Außerdem beschäftigt man sich mit etwas, das Barkun mit dem Begriff „stigmatisiertes Wissen“ bezeichnet:

„By stigmatized knowledge I mean claims to truth that the claimants regard as verified despite the marginalization of those claims by the institutions that conventionally distinguish between knowledge and error – universities, communities of scientific researchers, and the like.“4

Die Vertreter/Verbreiter dieses „stigmatisierten Wissens” gehen davon aus, dass sie von einer Verschwörergruppe oder einer anderen organisierten Gegnerschaft aktiv daran gehindert werden, ihr Wissen weiter zu verbreiten, weil sonst die Wahrheit über „sie“ heraus käme. Der „Mainstream“ beschäftigt sich nicht mehr mit diesen Theorien, was nicht heißt, dass sie nicht trotzdem diskutiert werden und viele Menschen erreichen.

Einige esoterische Gruppierungen verwenden bei Diskussionen über „stigmatisiertes Wissen“ dieselben Strukturen, die Holocaust-Leugner anwenden. Sie fühlen sich als Besitzer eines „verborgenen“ und/oder „verbotenen“ Wissens, das „tabu“ ist und in den normalen wissenschaftlichen Zirkeln nicht diskutiert wird. So wie einige Esoteriker die Ergebnisse der Wissenschaft ignorieren oder gar leugnen, so gerieren sich die Holocaust-Leugner als Gegner eines historischen „Establishment“, das ihre „Erkenntnisse“ aktiv bekämpft, Fakten leugnet und „Wahrheiten“ verdreht.

Eines der Kennzeichen der Esoterik der letzten 20 Jahre ist gerade ihr gespaltenes Verhältnis zur Lehrmeinung der Wissenschaft. Wenn man einmal angefangen hat, der Physik und der Biologie zu misstrauen, ist es kein großer Schritt, der Geschichtswissenschaft zu misstrauen. Rationalität kann, muss ein wertvolles Werkzeug dagegen sein – aber jemand, über den man herzhaft gelacht hat, ist oft langfristiger entzaubert, als jemand, den man mit den Mitteln der Rationalität nicht widerlegen kann, weil er nach anderen Regeln zu spielen scheint als unser rationeller Verstand.

Barkun hat in einer kurzen Übersicht Gruppen und Aktivitäten in Bezug auf „Geheimnisse“ dargestellt. Bei ihm stellt sich dies wie folgt dar:5



ACTIVITIES


Secret Not Secret
GROUP Secret I Illuminati II Anonymous philanthropists

Not Secret III Masons IV Democratic political parties

So gibt es nicht-geheime Gruppen, die nicht-geheime Aktivitäten planen und durchführen (hier: demokratische Parteien). Dann gibt es geheime Gruppen, die nicht-geheime Aktivitäten durchführen (hier: ein anonymer Menschenfreund, z.B. ein Spender für ein Krankenhaus). Ein Beispiel für nicht-geheime Gruppen, die geheime Aktivitäten durchführen, wären die Freimaurer (deren Mitgliedschaft nicht geheim ist, deren Riten aber geheim sind). Dann gibt es die geheimen Gruppen mit den geheimen Aktivitäten (wie die Illuminaten).

Die Fragestellung, die bleibt, nämlich ob eine geheime Gruppe, deren geheime Aktivitäten so geheim sind, dass sie keiner wahrnimmt, überhaupt existiert oder existieren kann, wird hier in das Gegenteil gekehrt. Man verbindet nicht miteinander zusammenhängende Informationen, um sie alle als Anzeichen der Bewegungen einer unsichtbaren Macht zu deuten, die wie eine Spinne in einem großen Netz von Handlungen und Handlungsmöglichkeiten sitzt; eine Spinne, deren Bewegung wir nicht sehen, sondern von der wir nur Erschütterungen an den Knoten des Netzen sehen können. Wir (re-)konstruieren ein Muster und schließen aus den Erschütterungen auf die Knoten auf das Netz auf die Spinne. Darüber nachzudenken, dass da vielleicht keine Spinne ist … macht mich schon zu einem jener Menschen, die auf der Seite der „etablierten Wissenschaften“ stehen, denn das Wissen um die Spinne ist geheim und eigentlich schon „stigmatisiertes Wissen“. Es muss eine Spinne geben, denn immerhin würde ich sonst nicht leugnen, dass es eine Spinne gibt. Aus diesem Teufelskreis kann man nicht ausbrechen. Es macht keinen Sinn, hier mit Sachargumenten zu arbeiten, denn diese sind offensichtlich nur ein Versuch, von den „Tatsachen“ abzulenken, die nur einem eingeweihten Kreis (den mutmaßlichen Verschwörern selbst und den Anhängern der spezifischen Verschwörungstheorie) bekannt sind.

Gerade in den Zeiten der modernen Kommunikationsmittel (lies: Internet) ist es schwerer geworden, bei einem Artikel „Ross und Reiter“, daher Autor und die ihn unterstützenden oder von ihm unterstützen Weltanschauungen zu erfahren. Barkun schreibt richtig:

„(…) the Internet is the first mass medium without gatekeepers.“6

Ohne diese Torwächter wird online alles veröffentlicht – und Quellen und Beweise werden total überschätzt, wenn niemand mehr Korrektur liest. Die Fülle der Veröffentlichungen zu angeblichen Verschwörungen im Internet ist Legion; ich habe daher versucht, mich auf gedruckte Literatur zu beschränken.

In einzelnen Fällen ist möglich, Autoren und Gruppen politisch einzureihen. So geht es mit dem Autor und ehemaligem SS-Mitglied7 Wilhelm Landig. In „Götzen gegen Thule“ erklären zwei der Hauptfiguren übereinstimmend, dass sie den Soldateneid achten wollen:

„Bei uns gibt es keine Stauffenbergs!“8

Glaubt man Landig, waren im III. Reich Geheimwaffen noch gebaut, aber nicht mehr eingesetzt worden.

„Es waren Waffen und Mittel, von denen die wichtigsten und maßgeblichsten einem späteren Zugriff der Alliierten trotz überall lauernden Verrats entzogen werden konnten (…).“9

Doch es kommt noch schlimmer. Die Erfinder der Konzentrationslager waren nicht die Deutschen, sondern die Briten im Burenkrieg.10 Der Bericht über das KZ Dachau war nach Landig ein Gräuelfilm der Alliierten:

„… und wir wissen, dass man die Bombenopfer von München zusammen schaufelte, auf Lastwagen verlud, nach Dachau transportierte und sie dort als angeblich vergaste Opfer fotografierte und diesen Greuelfilm, mit den gemordeten der alliierten Bomben, als Zwangsvorführungen in den Gefangenenlagern der deutschen Soldaten laufen ließ …“11

Obwohl der Schluss nicht hundertprozentig zulässig ist, so kann man vermuten, dass jene, die entsprechende Autoren loben und zitieren, selbst eine ähnliche politische Einstellung haben.

Eine zu beweisende These ist, dass die Rezeption von völkischen Verschwörungstheorien, rassistischen Revancheideen oder einer Überhöhung der Leistung der Arier/Germanen/Deutschen in der Weltgeschichte am ehesten über erzählende Literatur und pseudowissenschaftliche Sachbücher geschieht. Man muss zum Beispiel nicht weit suchen, um die nordische Rasse (und die mit ihr verbundene Kultur), Rassismus und Faschismus in einer Erklärungslinie zu sehen. Wegener zieht in „Das atlantische Weltbild“ für den Atlantis-Mythos eine

„bislang unbekannte Verbindungslinie zwischen Theosophen, Ariosophen, Anthroposophen, Vertretern der Konservativen Revolution, Welteislehre-Anhängern, Nationalsozialisten und Neuen Rechten in Deutschland und Frankreich. Die populärwissenschaftliche Umsetzung des Atlantismythos in einer nordisch-rassistischen Variante.“12

Sicherlich ist es leicht, Atlantis-Anhänger als Spinner abzutun. Doch es ist erschreckend, wie viel Einfluss diese vermeintlichen Spinner auf die allgemeine Esoterikszene haben. So wie die Fantasy und die Science Fiction aus ihrem Nischendasein getreten sind, in dem sie bis Mitte der 80er Jahre in einem literarischen Schneewittchen-Schlaf gelegen haben, so ist die Esoterik längst in der Mehrheit der Bevölkerung angekommen und durchdringt diese mit ihren Ideen und Ideologien. Esoterik, Fantasy und Science Fiction sind in den letzten 20 Jahren zu den Bilder- und Mythengebern der populären Kultur geworden. Indigo-Kinder, „Die Nebel von Avalon“, „Krieg der Sterne“, „Conan“, „Star Trek“, Neil Gaimans „Sandman“ und Öko-SF-Thriller sind Mainstream; fest verankert als zitierbare Vorbilder für die Populärkultur.

Man darf nicht glauben, dass die unterschiedlichen Gruppen (Esoteriker, Heiden, Science Fiction-Fans, esoterische Nazis) entweder deckungsgleich oder völlig voneinander geschieden sind. Es gibt Schnittmengen. Nur die Größe dieser Schnittmengen ist strittig, nicht ihr Vorhandensein. Wer daran glaubt, dass es UFOs gibt, leugnet nicht unbedingt den Holocaust. Wer sein Wasser verwirbelt, um es von böser Strahlung zu befreien, muss nicht glauben, dass Hitler noch lebt und auf der Venus im Exil ist. Aber …

Die Auswahl der unterschiedlichen, darzustellenden Argumentationsstränge, die sich durch die untersuchte Literatur ziehen, fällt leicht. Die Ideen eines „arischen Atlantis“, einer wo auch immer lokalisierten und wie auch immer genannten wasserumspülten Örtlichkeit, von der aus die Kultur zu den kulturlosen Völkern der Erde gebracht wurde, ist sicherlich die hervorstechendste. Ich versuche ausdrücklich nicht, alle Verästelungen und Verbindungen im Einzelnen aufzuzeigen, weil dies den Rahmen dieses Artikels bei Weitem übersteigen würde.

Diese (gegenseitige) Beeinflussung von Literatur und Okkultismus begann schon früh. Schon Bulwer-Lyttons „The coming race“ (1871) hatte Einfluss auf Blavatsky.13 Die Wurzeln der Theosophie gehen zurück auf Helena Petrovna Blavatsky (1831 bis 1891), welche 1875 die „Theosophische Gesellschaft“ gründete. Hier finden wir die Idee einer überlegenen Ur-Rasse, von der alle bekannten Mittelmeer-Kulturen her stammen, vermischt mit der These derer rassischen und intellektuellen Überlegenheit .

„Auch die Arier spielen in Blavatskys Lehre eine Rolle: »… finden wir die letzten Atlantier vermischt mit dem arischen Element noch vor 11000 Jahren. Dies zeigt das ungeheure Übergreifen der einen Rasse über die Rasse, welche ihr nachfolgt …« Auch die Ägypter, Griechen und Römer werden von ihr zum »Überreste der Atlanto-Arier« erklärt. Blavatsky differenziert in ihrer Rassenlehre zwischen den »höheren intellektuellen Rassen« und den »niederen Rassen, von denen noch einige Analoga übrig sind – wie die jetzt rasch aussterbenden Australneger …«. Damit fügt sie dem Atlantismythos zum ersten Mal eine rassistische Komponente bei.“14

Wenn man gehofft hat, dass diese rassistischen Äußerungen über eine Kultur bringende nordische Rasse nach Blavatsky verschwunden sind, so muss man sich leider eines Besseren belehren lassen. Rudolf Steiner (1861-1925) steht in der Linie, die mit einem rassistischen Okkultismus beziehungsweise einer rassistischen Esoterik bei Blavatsky begonnen hat. So heißt es bei Steiner:

„Die Vorfahren der Atlantier wohnten auf einem verschwundenen Landesteil, dessen Hauptgebiet südlich vom heutigen Asien lag. (…) Die größte Masse der atlantischen Bevölkerung kam in Verfall, und von einem kleinen Teil stammen die sogenannten Arier ab, zu denen unsere gegenwärtige Kulturmenschheit gehört.“15

Alfred Rosenbergs „Der Mythus des 20. Jahrhunderts“ (erschienen 1934) äußert sich ebenfalls zu Atlantis:

„es erscheint auch nicht ganz ausgeschlossen, dass … einst ein blühendes Festland aus den Fluten ragte, auf dem eine schöpferische Rasse eine große weitausgreifende Kultur erzeugte und ihre Kinder als Seefahrer und Krieger hinaussandte in die Welt … Gleich diesen uralt arisch-atlantischen Erinnerungen treten die nur durch nordische Herkunft verständlichen kultischen Gleichnisse … auf … (…) Mag vieles auch sehr fraglich sein … das Ergebnis … [der] Forschung vermag jedoch an der einen großen Tatsache nichts zu ändern, dass der »Sinn der Weltgeschichte« von Norden ausstrahlend über die ganze Erde gegangen ist, getragen von einer blauäugig-blonden Rasse, die in mehreren großen Wellen das geistige Gesicht der Welt bestimmte.“16

Die Germanen oder Arier – blond und blauäugig – kamen strahlend vom Norden her und brachten der Menschheit die Kultur, zu deren alleiniger Erschaffung die anderen Rassen natürlich nicht fähig sind.

Nach dem zweiten Weltkrieg wird diese „These“ der atlantischen Kulturerzeugung in Romanform wieder aufgegriffen. Landig lässt sich länger über dieses Thema aus; ich will ihn deshalb länger zitieren, um die pseudo-wissenschaftlichen Erläuterungen im Zusammenhang stehen zu lassen; über die wissenschaftliche Haltbarkeit von Hörbigers Mond-Theorien, der „Beobachtung“ von nordischen Zügen auf südamerikanischen Steinköpfen und die deutsche Großsteingräberkultur kann sich jeder selbst informieren. In kurzen Worten: Blödsinn. Zurück zu Landig:

„Atlas bestand Mutmaßungen zufolge aus einigen sehr großen Inseln, die nach Hanns Hörbigers Theorie vom Mond (…) versanken, ehe dieser seine Bahn um die Erde lief. Nach Hörbiger trat damals eine große Katastrophe ein und eine riesige Flutwelle umrundete den Erdball (…). In den Überlieferungen der Menschheit wurde das kosmisch beeinflusste Geschehen als Sintflut bezeichnet. Ausläufer dieser alten Kultur wurden jedoch noch festgestellt. Der bekannte Afrikanist Leo Frobenius brachte seine Funde in Jorubaland überzeugt in Verbindung damit, dass sie keine negroiden Elemente aufweisen. Merkwürdigerweise fand auch der deutsche Geologe und Strandlinienforscher Edmund Kiß im bolivianischen Altiplano einen überdimensionierten Steinkopf in der Nähe von Tiahuanaco, der rein nordische Züge aufwies.“17

An anderer Stelle schreibt Landig über die Auswirkungen dieses (atlantischen) Kulturkreises:

„In der erdgeschichtlichen Periode des Älteren Quartär oder des Diluviums erstreckte sich über eine lange Epoche ein Kulturkreis, der einen Großteil der damals anders geformten Kontinente umschloss. Die Träger desselben waren Menschen der damals arktisch-nordischen und später sich abzweigenden atlantisch-nordischen Rasse. Uralte Funde, wie die 25.000 Jahre alte Inschrift, die bisher älteste der Menschheitsgeschichte, auf der Monhegan-Insel an der Küste von Maine, sowie die ähnlichen, fast gleichen Zeichen der archaisch-chinesischen Schrift, die Zeichensteine der Hedschra Mektuba des Sahara-Atlas, von Carisco-Rock und Desert Queen Well in Kalifornien, von Tanum in Schweden oder Hodein Magol in Nubien, sie alle sind älteste Zeugen dieses gewaltigen Kreises der Megalithzeit.“18

Wenig später erklärt er dann, wer die alten Atlanter „wirklich“ waren:

„Ein in jüngerer geologischer Periode versunkenes Gebiet war auch das Doggerland. Die Versackung dieses Gebietes um die Mitte des letzten Jahrtausends vor der Zeitenwende ist eine geschichtlich noch unmittelbar uns betreffende Katastrophe!

(…) Dieses Doggerland war der Hauptteil des alten Forsete-Landes (…). Und dieses Land war ein Kernland des alten Tuatha-Reiches, des ältesten Reiches der Deutschen! Es war die Heimat der ingväonischen Völker, deren Schiffe mit den Schwanenhals-Steven oder den Schwanenspiralen noch in den Bilderdarstellungen von den Männern vom Fremdboottypus in Altägypten und Alt-Iran festgehalten sind. Es sind jene Pulsata-Leute, die in der biblischen Geschichte als Philister ihre Kämpfe mit den nachdrängenden Stämmen Juda ausfochten. Die Tuatha waren die Träger der jungsteinzeitlichen Großsteingräberkultur und ihr Name bedeutet die Deutschen! Deutsch heißt auf altirisch »tuath«, auf alfriesisch »thiude« und auf mittelhochdeutsch »tiutisch«.“19

Und natürlich sind die Atlanter eigentlich Goten:

„Die Bedeutung des Wortes Atlantis ist Vaterland. Auf das Vaterwort Atta weisend, beginnt auch Wulfilas gotisches Vaterunser mit »Atta unsar«, es bedeutet Vater und Alter gleichermaßen. Atlantis-Atta-Land und das Synonym Papi-lond, aus dem sich das landläufige Babylon der Jetztbezeichnung erhielt, erweisen dem Ursprung einer uralten und weit verbreiteten Rassenkultur.“20

Auch im zweiten Band von Landigs Trilogie spielt Edmund Kiß eine wichtige Rolle.21 Hier leitet er die Namen vierer mythischer südamerikanischen Anführer (Ayar mancotopa, Ayar chaki, Ayar aucca und Ayar yussu) vom Sanskrit-Wort „Ajar“ ab:22

„Dieser Name bedeutet »Offenbarer des Lichts«. Damit aber wird wieder die alte arische Sendung bestätigt, derzufolge die Arier das Licht in die Welt bringen sollen.“23

Kiß war es auch, der die „tempelartige Sonnenwarte Kalasaya“ untersuchte:

„Kiß brachte eine Rekonstruktion dieser Anlage zustande, wobei er auch eine frühere dreifarbige Bauweise in Schwarz, Weiß und Rot herausgefunden haben will. Und gerade diese Baufarben haben nach den alten Überlieferungen den Haupttempel der Atlanter geziert. Immer wieder taucht diese Farbzusammenstellung in der atlantischen Periode auf, und sie ist es, die den Deutschen auch heute noch etwas bedeutet.“24

Die alte deutsche Fahne ist also ein atlantisches Herrschaftszeichen …

Mit seiner Stilisierung von Atlantis im germanischen Kontext steht Landig nicht alleine. Nur muss dieser untergegangene Kontinent nicht immer Atlantis heißen; bei McCloud (1996) ist es Thule, das Atlantis ersetzt:

„Die Legende von Atlantis. Oder eben die Wahrheit von Thule.“25

Weiter heißt es:

„Vor zwölftausend Jahren ging ein Reich in einer riesigen Katastrophe zu Ende, wie es bis heute nie wieder auf der Welt existiert hat. Thule war das Reich einer Rasse, die von den Göttern abstammt. (…) Der Mensch der Gegenwart ist degeneriert.“26

Wie begegnet man dieser Argumentation? Es ist schwierig, denn die Gegenseite ist voll von Informationen, die man kaum widerlegen kann; kein Wunder, man ist doch selbst sowieso bei den „Anderen“ und der Gegenüber verfügt über „stigmatisiertes Wissen“, das ihn wissender macht als man selbst es ist.

Eine Lösung kann ich anbieten. Sie stammt von Fantasy-Autor und Hobby-Astrologe Lyon Sprague de Camp:

„Die fast schon religiöse Verehrung alles Nordischen geht davon aus, dass die weiße Rasse allen Fortschritt gebracht habe, vor allem die großen, blonden und blauäugigen Nordeuropäer. Alle großen Männer der Antike, so heißt es, seien nordischen Ursprungs gewesen, ihre Taten und Erfolge zeigten deutlich die Überlegenheit dieser Rasse.

Dieser Kult, der vor einigen Jahrzehnten von vielen Schriftstellern (…) verbreitet wurde, hängt mit dem Arierkult zusammen. Viele Anhänger dieses Kultes behaupten sogar, nordisch und arisch sei dasselbe. Der britische Schriftsteller Hilaire Belloc hat in einem Gedicht über die Verehrung des Nordischen gespottet. Ein Vers lautet:

Die Nordischen: Schau sie dir an, mein Kind,
und trachte so zu werden, wie sie sind.
Das blonde Haupthaar wallet von der Stirn,
sie laufen schnell, doch langsam denkt ihr Hirn. (…)“27

De Camp formuliert daraufhin die Thesen, dass die Ainu oder ein ähnliches Volk „als erstes von Asien nach Amerika gewandert“28 sind. Ob diese These stimmt, sei dahin gestellt. Aber ist wesentlich … angenehmer als die These von den nordischen Atlantern mit schwarz-weiß-roter Fahne, die weltweit die Kultur gebracht haben – was im Umkehrschluss heißt, dass keine Hochkultur denkbar ist, die nicht von nordischen Kräften inspiriert wurde. Das ist dann erneuter Kolonialismus, nur dieses Mal mit den Mitteln der Esoterik.

Spätestens seit Golowin könnte klar sein, welche Wesenheiten eigentlich in den UFOs sitzen:

„Die ganze Fliegende-Teller-Forschung entbehrt, zumindest auf dem Gebiet der Begegnungen mit Sternenmenschen, jeder Möglichkeit der Abgrenzung gegen die Bereiche des Magisch-Mystischen. Die UFOnen (…) gleichen immer mehr und mehr halb den Geistern der spiritistischen Zirkel, halb den Gottheiten polytheistischer Naturreligionen.“29

Leider ist es am rechten Rand nicht so lustig. Es gibt zwei Verbindungsstellen zwischen den UFO-Anhängern und den rechten Kreisen: die „men in black“ und die „underground bases“.30 Laut Barkun verbindet der Holocaust-Leugner Ernst Zundel [sic, Zündel] erstmals ab 1976 Ufos und Nazis:

„One of the byways of UFO speculations has associated UFOs and aliens with Nazi Germany. In the hands of Neo-Nazis, such as Canadian Holocaust denier Ernst Zundel, this has taken the forms of claims that Hitler and the Nazi elite escaped to an Antartic sanctuary and from there to the inner earth, where they developed UFO technology.“31

Eine grandiose Tour: Berlin – Antarktis – Innere Erde. Das Thema UFOs zieht sich durch die gesamte Literatur – Nazi-UFOs haben Konjunktur. So gibt es fliegende Kreisel bei Landig,32 ebenso Verweise auf Schaubergers entsprechende Arbeiten in Wien.33 Diese UFOs waren dann bald das eigentliche Werkzeug für Hitlers Flucht:

„The suggestion that flying saucers had been under development by the Third Reich and were spirited out of Germany appears to have emerged first among German nationalists in the 1950s. It was quickly assimilated into legends of Hitlers’ supposed escape to South America or the Antarctic.“34

Das Überleben Hitlers wurde mit einer geheimen Nazi-Festung, am liebsten unter dem Pol, verknüpft. Schon im Juli 1945 tauchten erste Artikel auf, dass Hitler und Eva Braun an Bord eines U-Boots in die Antarktis geflohen seien. Schon hier tauchen die Schlagworte einer neuen Festung und die Hinweis auf Richard Byrds Expedition 1946/1947 sowie die deutschen Südpol-Expeditionen von 1938 und 1939 auf.35

Diese Flucht per U-Boot sei der wahre Grund für die Einsetzung eines Admirals (nämlich Dönitz) als Hitlers Nachfolger.36

Aber woher stammen diese Ideen, diese Vermischung von magischen Atlantis-Erbstätten, unterirdischen Siedlungen und Magie? Bei Ossendowski liest sich das schon 1923 in seinem Reisebericht „Tiere, Menschen & Götter“ so, wenn über den „König der Welt in Agarthi“37 schreibt:

„Nur ein Mann kennt seinen heiligen Namen, nur ein jetzt lebender Mann ist jemals in Agharti gewesen. Das bin ich.“38

Dieser König der Welt wird eines Tages

„aus seiner unterirdischen Hauptstadt an das Tageslicht heraustreten.“39

„Vor mehr als sechzigtausend Jahren verschwand ein Heiliger mit einem ganzen Menschenstamm unter dem Erdboden (…).“40

Dort begründete er dann sein unterirdisches Königreich, in dem alles besser ist als auf der Oberwelt:

„Die Wissenschaft hat sich in ihm ruhig entwickelt, nichts in ihm [ist, HR] durch Zerstörung bedroht. Das unterirdische Volk hat das höchste Wissen erreicht. (…) Sein Herrscher ist der König der Welt.“41

Ebenso gehören die früheren Bewohner zweier untergegangener Kontinente zu diesem Königreich42 – wahrscheinlich handelt es sich dabei um Lemuria und Atlantis. Ossendowski hat seine Verweise auf Sambala und Agartha aus früheren Büchern übernommen, doch er war es, der sie bekannt gemacht hat.43 Bekannter als diese beiden Orte dürfte Shangri-La durch das 1933 erschienene Buch „Lost Horizon“ (deutsch als „Der verlorene Horizont“) von James Hilton geworden sein, das auch mehrmals verfilmt worden ist.

Heute noch geht Politik von diesen geheimen Orten in Tibet aus. Bei Landig liest sich das mit der geheimen Weltregierung so:

„Die Konferenz von Jalta am 1. Februar dieses Jahres war ein Übereinkommen zwischen den Japhetiten der Krim und den Shriners, den Hütern der Bundeslade in New York. Diese Kräfte repräsentierten sich durch die Personen der sichtbaren Weltpolitik. Das Ergebnis war, über das Schicksal Deutschlands hinaus, ein Diktat auf eine Teilung der Welt in eine östliche und eine westliche Hemisphäre auf die Dauer von zehn Jahren.“44

Bei den „Shriners“ handelt sich um die Freimaurer, zu denen Landig unter anderem Churchill und Roosevelt zählt.45 Auch Shangri La und Aggartha tauchen als Spieler in diesem Spiel auf.46 Die Welt steht angeblich auch symbolisch unter der Kraft des Pols – der Beweis sind die

„United Nations (…), deren Symbol eine blaue Flagge mit dem Pol als Zentrum des Erdballs ist.“47

Nun gut, es gibt also eine geheime Weltregierung, die von Tibet aus regiert zu werden scheint. Und die UNO – das, was nach Meinung der Öffentlichkeit einer Weltregierung am nächsten kommen dürfte – ist in Wirklichkeit ein Konglomerat dunkler Mächte.

1996 wurde der ganze Mythos durch McCloud wieder aufgewärmt. Schon der Titel „Die schwarze Sonne von Tashi Lhunpo“ weist auf die Quellen hin. Bei ihm flohen die Bewohner des versunkenen Thule nach Tibet.48 Die Überlebenden teilten sich in zwei Gruppen:

„Die einen wollten, wenn die Zeit dafür reif war, aus den Menschen ihresgleichen machen. (…) Die anderen wollten, dass die Menschen bleiben, was sie sind.“49

Der erste Weg „zur linken Hand“ nannte sich Agarthi, der andere waren die Schamballah.50 Zu Agarthis Seite zählte laut McCloud der mythische Kern der SS.51 Die SS hatte Interesse an Tibet.52 Die Seite Agarthis war unter anderem der Thule-Orden, auf der Seite Shamballahs stehen die Freimaurer.53

Eines der mächtigen Werkzeuge Agarthis ist der „Speer des Schicksals“. Von Jesu Kreuzigung über Heinrich IV., Konstantin, Attila, Karl der Große, Heinrich der Große, Otto I. bis Otto III., Adolf Hitler – sie alle trugen ihn und wurden zum Werkzeug des Schicksals.54 Der Speer lagerte in der Wewelsburg55 – ein „geistiges Zentrum“ der SS.56 Eingebunden in die Wahl der Wewelsburg waren unter anderem Heinrich Himmler und Weisthor.57

Tibet, unterirdische Städte, Atlantis, „Die schwarze Sonne“, der Speer des Schicksals – alles Teile einer Wirklichkeit, die wir nicht wahrzunehmen scheinen. Und nie vergessen:

„Die schwarze Sonne, das Zeichen Agarthis, lebt.“58

Verwendete Literatur

Barkun, Michael „A Culture of Conspiracy“, Berkeley/Los Angeles/London, 2003

Compart, Martin „Nachwort” (2001) in Ossendowski, Ferdinand (siehe dort)

De Camp, L. Sprague „Geheimnisvolle Stätten der Geschichte“, Gütersloh, o.J.

Golowin, Sergius „Götter der Atom-Zeit“, Bern, 1980

Hilton, James „Der verlorene Horizont“, Frankfurt am Main, 1991

Landig, Wilhelm „Götzen gegen Thule“, o.O., 2004 [Original 1971]

Landig, Wilhelm „Wolfszeit um Thule“, o.O., 2004 [Original 1980]

McCloud, Russell „Die schwarze Sonne von Tashi Lhunpo“, Engerda, 1996²

McKale, Donald „Hitler: The Survival Myth“, New York, 2001

Ossendowski, Ferdinand „Tiere, Menschen & Götter“, Erkrath, 2001 [Original 1925]

Wegener, Franz „Alfred Schuler, der letzte deutsche Katharer“, Gladbeck, 2003

Wegener, Franz „Das atlantische Weltbild“, Norderstedt, 2003²

Endnoten

1 Wegener „Weltbild“, S. 60

2 Barkun, S. x; „(…) es macht wenig Sinn, Ideen von der Untersuchung auszuschließen, nur weil sie nicht als respektabel gelten.“ [Übersetzung HR]

3 Barkun, S. xi; „Das Kartieren eigenartiger Ideen ist eine schwierige Aufgabe. Bekannte intellektuelle Landmarken sind nicht vorhanden und die Einwohner dieser Gebiete neigen dazu, eigenartige Sprachen zu sprechen, die für Außenseiter schwer verständlich sind. Einige dieser Ideen sind bereits in die populäre Mainstream-Kultur eingesickert (…). Aber ihre Ursprünge liegen in obskuren und kaum sichtbaren Strukturen – Endzeitreligionen, Okkultismus und radikale politische Ansichten gehören hierzu.“ [Übersetzung HR]

4 Barkun, S. 26 (Hervorhebung im Original); „Mit stigmatisiertem Wissen meine ich die Ansicht, die Wahrheit zu kennen; wobei hier diejenigen, die das erklären, das tun, obwohl ihre Ansichten von jenen Institutionen nicht akzeptiert werden, die konventionell zwischen Wahr und Falsch unterscheiden – Universitäten, Forschergruppen und so weiter.“ [Übersetzung HR]

5 Nach Barkun, S. 5

6 Barkun, S. 20; „(…) das Internet ist das erste Massenmedium ohne Torwächter.“ [Übersetzung HR]

7 Nach Wegener „Weltbild“, S. 57

8 Landig „Götzen“, S. 82

9 Landig „Wolfszeit“, S. 11

10 Landig „Götzen“, S. 444 und S. 445

11 Landig „Götzen“, S. 445

12 Wegener „Weltbild“, S. 10

13 Wegener „Schuler“, S. 59

14 Wegener „Schuler“, S. 60

15 Zitiert nach Wegener „Schuler“, S. 60 f. (Auslassung von mir)

16 Zitiert nach Wegener „Weltbild“, S. 49 f.

17 Landig „Götzen“, S. 37

18 Landig „Götzen“, S. 160 f.

19 Landig „Götzen“, S. 161

20 Landig „Götzen“, S. 298

21 Landig „Wolfszeit“, S. 91 ff.

22 Landig „Wolfszeit“, S. 93

23 Landig „Wolfszeit“, S. 93

24 Landig „Wolfszeit“, S. 95

25 McCloud, S. 156

26 McCloud, S. 156

27 De Camp, S. 277

28 De Camp, S. 242

29 Golowin, S. 46

30 Nach Barkun, S. 82

31 Barkun, S. 142; „Eine der Richtungen der UFO-Spekulationen bringt diese UFOs in Verbindung mit Nazi-Deutschland. In den Händen der Neo-Nazis, wie dem kanadischen Holocaust-Leugner Ernst Zündel, entwickelte sich das zu der Behauptung, Hitler und die Nazi-Elite seien in ein antarktisches Rückzugsgebiet geflohen, von dort in das Innere der Erde, wo sie die Technologie der UFOs entwickelt hätten.“ [Übersetzung HR]

32 Landig „Götzen“, S. 75 ff.

33 Landig „Wolfszeit“, S. 23 f.

34 Barkun, S. 85; „Die Behauptung, fliegende Untertassen seien im III. Reich entwickelt und aus Deutschland geschmuggelt worden, scheint erstmals unter deutschen Nationalisten in den 50ern aufgetaucht zu sein. Schnell wurden sie in Legenden von Hitlers angeblicher Flucht nach Südamerika oder die Antarktis eingebaut.“ [Übersetzung HR]

35 Nach McKale, S. 64 und S. 137 ff.

36 Nach McKale, S. 137

37 Ossendowski, S. 103

38 Ossendowski, S. 103

39 Ossendowski, S. 228

40 Ossendowski, S. 261

41 Ossendowski, S. 261

42 Ossendowski, S. 261

43 Nach Compart, S. 284

44 Landig „Götzen“, S. 106

45 Landig „Götzen“, S. 108 f,

46 Landig „Götzen“, S. 106

47 Landig „Götzen“, S. 107

48 McCloud, S. 157

49 McCloud, S. 157

50 McCloud, S. 157

51 Vgl. McCloud, S. 169

52 Vgl. McCloud, S. 169

53 Nach McCloud, S. 181

54 McCloud, S. 290 ff.

55 McCloud, S. 292

56 McCloud, S. 72

57 McCloud, S. 72

58 McCloud, S. 169

Erschienen 2010 in Herdfeuer 30