Eldathing 2018

Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde des Eldaring,

wir laden herzlich ein zum Eldathing 2018 mit Jahreshauptversammlung

vom 18.10.2018 – 21.10.2018
im CVJM Feriendorf Herbstein in Hessen.

Ausrichter vor Ort ist der Eldaring-Herd DreiEichen, dem hiermit ein aufrichtiger Dank entboten wird!

Wir freuen uns über zahlreiche Teilnehmer und werden allerlei für Heiden spannende Programmpunkte (z.B. Vorträge, Workshops, Rituale, Marktstände, Lesungen, Sportangebote) bieten.

Die Jahreshauptversammlung und das Thing sind grundsätzlich Vereinsmitgliedern vorbehalten. Die Teilnahme von Nicht-Mitgliedern kann durch Beschluss zugelassen werden.

Das Programm wird derzeit vom Herd DreiEichen ausgearbeitet, der weiterhin Angebote für Programmbeiträge entgegennimmt. Die Kontaktdaten finden sich in der Anmeldung.

Viele Grüße

Der Vorstand

2018-05-25_anmeldung_ Thing 2018

„Heilung der Swastika“ – Ein Gegenvorschlag

Th. Vömel kündigt mit seiner „Doku“ zum Thema „Die Swastika“ unter anderem deren „Heilung eines uralten Symbols“ an. Nun haben wir die sogenannte Swastika als Symbol im deutschen Heidentum ähnlich schmerzhaft vermisst wie einen Ausbruch der Beulenpest.

Auch kennen wir lohnendere Ziele für eine Heilung. Gälte es beispielsweise, die menschliche Dummheit zu heilen, so würden sich der Eldaring-Vorstand anerbieten, ein entsprechendes Ritual durchzuführen, auch, wenn wir uns dafür grün anmalen und im Lendenschurz auftreten müssten. Allerdings hat bereits Albert Einstein darauf hingewiesen, dass die menschliche Dummheit wie das Universum unendlich ist, somit ist der Versuch einer Heilung aussichtslos. Schade…

Zum Hintergrund: In den letzten Tagen ging die Ankündigung einer „Doku-Serie“ von Th. Vömel zur Geschichte der Swastika durch die sozialen Medien. Dahinter steht das Ansinnen, die Swastika als heidnisches Symbol zu rehabilitieren. Dies empfinden wir als unreflektiert, ignorant und unangebracht.

Der Eldaring e.V. möchte daher klarstellen: Weder ist Th. Vömel Vereinsmitglied des Eldaring e.V., noch ist der Eldaring e.V. in irgendeiner Weise mit diesem Vorhaben verbunden.

Herdwart Daniel Jäckels (Heidenstammtisch Trier) hat dazu eine Stellungnahme verfasst, der wir uns ohne Einschränkung anschließen.

Nachruf Christian „Krischan“ Brüning

Liebe Mitglieder des Eldaring e.V.,

zu Jul 2017 erreichte uns die erschütternde Nachricht, dass unser langjähriges Mitglied und treuer Freund Christian Brüning, genannt Krischan, verstorben ist. Ein tödlicher Herzinfarkt ereilte ihn am 14. Dezember 2017 vor Arbeitsbeginn auf der Baustelle.

Krischan war eine tragende Säule unseres Vereinslebens. Geboren 1962 in Rheine, Westfalen, studierte er Kunst an der FH Köln und unterhielt danach eine kunsthandwerkliche Werkstatt in Münster, wo er insbesondere mit dem Siebdruckverfahren arbeitete. Darüber hinaus sicherte er seinen Lebensunterhalt als Maler und legte vor nicht allzu langer Zeit noch die Meisterprüfung ab.

2004 stieß er zum Eldaring und fehlte seither auf keinem einzigen Eldathing. Auch auf sämtlichen Ostara-Veranstaltungen war er seither präsent. Fast alle von uns kannten ihn daher persönlich und viele kannten ihn gut von den langen Nächten in den Hallen und an den Feuern des Eldarings. Meist reiste er mit seinem Bulli an, an Bord die Kreationen aus seiner Chiring Kunstproduktion, in der er germanische und keltische Ornamentik aufgriff.

Seine künstlerische Ader prägte und prägt weiterhin den öffentlichen Auftritt des Eldarings ganz entscheidend. So entwarf er das Eldaring-Vereinslogo und gestaltete jährlich ein neues Motiv für die Ostara-Treffen, seit diese unter dem Motto „Reise durch die neun Welten“ veranstaltet werden.

In seinen Jahren als aktives Redaktionsmitglied stellte er seine Fähigkeiten als Künstler auch in den Dienst der Vereinszeitschrift „Herdfeuer“. Sein reger Geist beschäftigte sich darüber hinaus mit geisteswissenschaftlichen Themen rund um das germanische Heidentum. In der „Herdfeuer“ veröffentlichte er zwischen 2006 und 2011 Artikel in den Heften Nr. 13, 14 und 31. Das Heft Nr.16 (2007) füllte er maßgeblich als gern zitiertes Themenheft „Die wilde Jagd“. Viel beachtete Artikel veröffentlichte er darüber hinaus in den Nr. 2, 3, 5 und 6 des Heidnischen Jahrbuchs während der Jahre 2007 bis 2012. Seine Texte waren immer von sorgfältiger Recherche getragen und zeugten von dem Herzblut, mit dem sie verfasst waren. Krischan ging den Dingen gern auf den Grund; er scheute sich nicht, pointiert Position zu beziehen und sich Kontroversen zu stellen. Dabei stellte er die Freundschaft über jede noch so harte Meinungsverschiedenheit.

Für Münster und das Münsterland übernahm er von 2007 bis 2014 die Verantwortung als Herdwart, d.h. als regionaler Ansprechpartner für den Eldaring e.V. In dieser Eigenschaft organisierte er mit dem Herd Münster das Eldathing 2012 in Tecklenburg.
Für die Homepage des Eldaring engagierte er sich als Administrator. Als vor wenigen Jahren ein „Umzug“ auf eine aktuellere Forensoftware erforderlich wurde, war es Krischan, der sich darum kümmerte.

Im persönlichen Umgang war er ein zurückhaltender Mensch, der sich trotz seiner künstlerischen Ambitionen und seiner Veröffentlichungen nie in den Vordergrund drängte, sondern eher sein Licht unter den Scheffel stellte. Seine schüchterne Art stand einem öffentlichen Auftritt lange Zeit im Wege; jedoch ließ er sich ermutigen, auf dem Eldathing im Oktober 2017 auf Burg Ludwigstein den Vortrag „Heidnisches Ritual oder Ritualmordlegende?“ zu halten. Dieses Eldathing war für viele von uns das letzte Mal, wo wir ihn getroffen haben.

Dem Vorstand des Eldarings war er ein geschätzter Ratgeber, der noch am 6.12.2017 als Gast aufgrund seiner Sachkunde an einer Vorstandssitzung teilgenommen hatte. An den Julfeiern der Eldaring-Herde im Ruhrgebiet (Schwarzalben) und in OWL (Widukinds Wölfe) im Dezember 2017 konnte er nicht mehr teilnehmen und wurde schmerzlich vermisst.

Am 6. Januar 2018 um genau 18.00 Uhr findet ein Gedenken an Krischan statt. Die Teilnahme ist von jedem Ort aus möglich, indem man da, wo man ist, innehält und sich dem Andenken von Krischan widmet, z.B. mit einem Zigarillo, einem Bier, einem Met oder einem anderen Opfer.

Mögen unsere guten Wünsche ihm Geleit von unserer in die nächste Welt geben – auf dem Weg, auf den die Wilde Jagd ihn geholt hat.

Im Namen des Eldaring-Vorstands

Petra Bolte
1. Vorsitzende

Stellungnahme / Presseerklärung der Vereine Eldaring e.V., Verein für Germanisches Heidentum (VfGH) e.V. und Celtoi e.V.

In der Nacht des 31.12.2016 wurde eine stilisierte „Irminsul“ in den Farben weiß-rot-schwarz auf den Externsteinen, einer Felsformation des Teutoburger Waldes im Kreis Lippe, von Unbekannten nach Art eines Gipfelkreuzes angebracht.

Dass die fragliche Irminsul-Nachbildung in den Farben des Kaiserreichs und des 3. Reichs gehalten wurde, legt nahe, dass es sich höchstwahrscheinlich um eine politisch motivierte Tat aus dem rechtsextremen Spektrum handelt. Mithin wurde ein religiöses Symbol für einen politischen Zweck missbraucht – mal wieder.

Wir verurteilen diese Tat in aller Deutlichkeit und hoffen, dass die Täter ermittelt und zur Verantwortung gezogen werden. Wer immer für diese Aktion verantwortlich ist, hat eine Straftat begangen und dem Heidentum einen Bärendienst erwiesen. Den politischen, insbesondere rechtsextremen Missbrauch heidnischer Symbolik, in diesem Falle der Irminsul, verurteilen wir auf das Schärfste! Wir wehren uns mit Nachdruck gegen Versuche der Vereinnahmung heidnischer Symbole durch rechtsextreme Kreise.

Die Irminsul – auch Ermensul – wird in heidnischen Kreisen als Symbol des Lebensbaumes verstanden und oft mit der Yggdrasil der isländischen Überlieferung gleichgesetzt. Die Yggdrasil verbindet die neun Welten der nordeuropäischen Mythologie miteinander. Im Zuge des Eroberungskrieges Karls des Großen gegen die Sachsen im 8. Jahrhundert soll eine für den Kult der Sachsen bedeutsame Irminsul durch die Franken vernichtet worden sein. In Erinnerung an die altsächsische Irminsul wird von vielen Neuheiden heute eine stilisierte Irminsul als Symbol ihrer religiösen Identität verwendet.

Ob die Externsteine in vorchristlicher Zeit Schauplatz kultischer Handlungen waren, ist nicht belegt. Die Externsteine sind jedoch ein ehrfurchtgebietendes Naturdenkmal und sollten als solches gewürdigt und respektiert werden. Jedwede Instrumentalisierung der Externsteine für extremistische Inszenierungen lehnen wir in aller Deutlichkeit ab.

Die Vorstände des Eldaring e.V., VfGH e.V. und Celtoi e.V.

Gleiches Recht für alle Bürger!

In den vergangenen Wochen und Monaten häufen sich die Diskussionen und Pressemitteilungen über Homosexualität und Ehe in unserer Gesellschaft.

Gerade im Bezug zu Glauben und Religion ist dies leider oft ein heikles Thema.

Demnach halten wir es für nötig, hier für Klarheit zu sorgen und als religiös und kulturell ausgerichteter Verein offiziell Stellung zu nehmen. 

Wie man in den Medien mitverfolgen konnte, hat sich die isländische Ásatrú-Organisation Ásatrúarfélagið offen zur gleichgeschlechtlichen Ehe bekannt und stark dafür gekämpft, diese in Island rechtlich zu legitimieren.

Quelle: www.gayiceland.is/2015/viking-weddings-trending/

Wir begrüßen dieses Engagement und unterstützen die Bestrebungen, Homosexualität als selbstverständliches, voll- und gleichwertiges Partnerschaftsmodell anzuerkennen.

Der Vorstand des Eldaring e.V.