Ostara – Feste feiern mit Kindern

von Ines Hardy

Es ist schon einige Jahre her, dass ich so schön Ostara feiern konnte wie damals mit den Kindern. Ich versuche also aus dem Gedächtnis davon zu berichten und mir sei verziehen, wenn ich verschiedene Ostarafeste durcheinander würfele. Aber das würden ohnehin nur diejenigen bemerken, die dabei waren. Allen anderen soll es Inspiration schenken.

Wir haben uns immer am Nachmittag der Frühjahrs-Tag-und-Nachtgleiche am 20. bzw. 21. März am Gelände des Treppenhauers getroffen. Meist waren wir 5-8 Frauen mit ebenso vielen Kindern im Alter zwischen 2-6 Jahren. Von zu Hause brachten wir Beutel voller Stoffreste, Stricke und Stroh mit. Mit dort zusammen gesammelten Ästen bastelten wir daraus als Erstes den Herrn Winter, den wir schließlich alle lautstark austreiben wollten. Nach und nach trudelten alle ein. Wir Frauen bastelten, stellten das Essen für das spätere Picknick in den Kühlschrank und die Kinder tobten durch das Museumsgelände, das langsam aus der Winterstarre erwachte. Als der Herr Winter fertig war und alle sich am Eingangstor versammelt hatten, konnte es ab in den Wald gehen. Es gab ein ziemliches Gerangel unter den Kindern bei der Frage, wer die Winterpuppe tragen durfte. Jeder wollte einen Zipfel von ihr ergattern. Die Muttis bestimmten dann, dass abwechselnd getragen werden durfte. Und so ging es laut mit dem Winteraustreib-Lied in den Wald:

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Probleme und Chancen religiöser Erziehung

von Kurt Oertel

Es ist nur zu verständlich, wenn verantwortungsbewusste Eltern die eigenen Wertmaßstäbe und religiösen Überzeugungen an ihre Kinder weiterreichen wollen. Jeden von uns dürfte die Aussicht mit Befriedigung erfüllen, dass unsere Kinder in ungebrochener Tradition die Fackel des Glaubens nicht nur bereitwillig annehmen, sondern sie auch ihrerseits weitergeben. Frischgebackene Eltern und solche, die es noch werden wollen, sind in dieser Frage allerdings meistens von einem noch ungedämpften Idealismus und Optimismus erfüllt. Erfahrenere Vertreter der Gattung dagegen kennen jenen tückischen Abgrund, der sich stets zwischen pädagogischer Theorie und der Praxis des Alltags auftut. Deshalb muss man sich nicht nur der Frage stellen, wie man reagieren sollte, wenn die eigenen religiösen Sozialisierungsversuche gründlich misslingen, sondern auch der, was man realistischerweise dabei überhaupt von Kindern erwarten kann und darf.

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